Hochwasserschutzkonzept Unzenberg

Bereits Mitte August 2018 hatte, nach einer vorausgegangenen Ortsbegehung, eine erste und von 35 Interessierten besuchte Bürgerversammlung in der Ortsgemeinde Unzenberg stattgefunden, in der das Projekt „Örtliches Hochwasserschutzkonzept“  vorgestellt wurde. Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger zur Verbesserung der Hochwasservorsorge bei Starkregenereignissen in der Gemeinde, wurden besprochen und von  Mitarbeitern des Ingenieurbüro Jakoby + Schreiner aufgenommen.

Die zweite Bürgerversammlung fand, am Donnerstag, dem 20. September 2018 statt.Leider stieß sie, trotz der Brisanz dieses Themas, nur bei 17 Bürgern auf Interesse. Zu Beginn dieser zweiten Bürgerversammlung brachten die Mitarbeiter des Kirchberger Ingenieurbüros eine kurze Zusammenfassung der Themen und Fragen aus der ersten Versammlung, um danach mit Hilfe von sehr guten und aussagefähigen Übersichtsplänen und aktuellen Fotos, die kritischen Punkten in der Ortsgemeinde aufzuzeigen, die bei Starkregenereignissen schon fast zwangsläufig zu schweren Schäden führen würden.Fotos belegen ungepflegte oder zu stark verrohrte Gräben, Bankette an den Wirtschaftswegen oder Erdaufschüttungen; Abflusshinternisse die teilweise sogar eine Bündelung der abfließenden Wasser verursachen.Mit Hinweis auf notwendige, regelmäßige Überprüfungen wurden dann die einzelnen Vorsorgepunkte angesprochen, die in den Aufgabenbereich der Ortsgemeinde fallen, auch wurde  auf die wichtige und erforderliche private Vorsorge ( Eigenvorsorge) verwiesen. Die Ausrüstung der örtlichen Feuerwehr und eventuell erforderliche Anschaffungen kamen ebenso zur Sprache, wie die Notwendigkeit, Zuständigkeiten von und mit Behörden und Dienststellen zu regeln und seitens der Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Einsatzpläne für solche Schadensereignisse zu erstellen und immer wieder zu aktualisieren. Auch wurden eventuelle Grundstücksankäufe zum Bau von Rückhaltebecken angesprochen.

Fotos des Hochwassers aus dem Jahr 1972 und 2016 zeigten, wie es noch einmal werden könnte.

Wie wichtig diese Ratschläge und Maßnahmen sind, zeigte sich drei Tage nach der Veranstaltung bei einem Starkregenereignis, wo von einigen Ackerflächen Erde auf angrenzende Grundstücke, in Keller und auf die Hauptstraße gespült wurde. Hier kam die FFw zum Einsatz, um Straßeneinläufe und die Fahrbahn wieder von Schlamm und Geröll zu befreien. Weitere Hinweise,zum Thema Hochwasserschutzkonzept kann man auf der Website der VG Kirchberg – Bauen und Umwelt – erfahren.