Unzenberg im Heimatspiegel
Anlässlich der 700 Jahr Feier der Gemeinde Unzenberg im Jahre 2010 wurde von dem ehemaligen Ortsbürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde Unzenberg Linus Dietrich unter Mitarbeit von Helmut Faber, Norbert Dietrich und Ruth Rheingans eine Chronik für die Ortsgemeinde Unzenberg erstellt. Teile dieses Werkes werden im Folgenden gezeigt, die gesamte Chronik kann käuflich bei der Ortsgemeinde Unzenberg erworben werden.

Die erste Urkundliche Erwähnung von Unzenberg/ Tombach/ Göbenhausen findet sich im sponheimischen Zinsregister des Grafen Simeon II. von Sponheim im Jahre 1310. Die drei Orte sind als Weiler Bestandteil des Klosters Ravengiersburg.

Im Jahr 1599 ließ man ein genaues Verzeichnis mit den dazu gehörigen Dörfern und Kommunen anlegen.Unzenberg wurde mit Tombach und Göbenhausen zusammen als eine Gemeinde zu den Abgaben veranlagt. Insgesamt gab es damals 19 Hausstätten ,von denen 15 der Vogtei in Simmern und 4 zum Amt Kastellaun gehörten Im Aufnahmezustand des Oberamtes Simmern in der Beschreibung aller Dörfer geht hervor, dass Unzenberg 9 Feuerstätten ,Tombach 3 und Göbenhausen 7 Hausgesäße um 1600 hatte.

Im Jahr 1655 wurde das Fürstentum Simmern endgültig mit der Kurpfalz vereinigt.Es bildete sich fortan in diesem Kurfürstentum ein Oberamt mit 13 Schultheißereien mit 54 Dörfern darunter Unzenberg.

Im Jahr 1688 während des Pfälzischen Erbfolgekrieges kam es erneut zu Plünderungen und Zerstörungen, diesmal jedoch durch die Franzosen.

Im Jahr 1708 wurde die Gemeinschaft zwischen Pfalz-Simmern und Baden in der vorderen Grafschaft Sponheim aufgelöst. Kirchberg wurde badisch und Sitz eines badischen Oberamtes. Die Orte Denzen und Reckershausen kamen ebenfalls zu Baden ,während Unzenberg und Heinzenbach bei Pfalz-Simmern verblieben.

Im Jahr 1721 durch das Schatzbuch des Oberamtes Simmern sind uns die Namen der Bürger von Unzenberg erhalten. Unzenberg stellte damals den Schultheiß, und damit gab der Ort der Schultheißerei den Namen. Die Schultheißerei Unzenberg bestand aus den Dörfern Unzenberg, Heinzenbach,Nickweiler und Ravensbeuren ( Ravensteyer ) , Gerhard Reiffer war Schultheiß ( Ortsvorsteher )

Im Jahr 1785 hieß es in der Beschreibung der Kurpfalz : " Unzenberg und Göbenhausen, diese zwei kleinen Dörfer machten nur eine Gemeinde aus. In beiden zählte man nicht mehr als 42 Häuser ."

Im Jahr 1794 begann die Franzosenzeit: Napoleon machte dem Gewirr weltlicher und geistlicher Herrschaften durch eine neue Verwaltungseinteilung ein Ende. Der Bürgermeister hieß jetzt "Maire" , die Einwohner "Bürger". In dieser Zeit wurde Unzenberg Mairie ( Bürgermeisterei). Zur "Mairie Unzenberg" gehörten die Dörfer Unzenberg, Heinzenbach, Biebern, Fronhofen, Nannhausen, Reich, Nickweiler und Wüschheim.

Im Jahr 1809 hatte die Mairie Unzenberg 1268 Einwohner, 297 Häuser, 2460 ha Gemarkung ,davon jeweils 867 ha kaiserlichen- und Gemeindewald.

Im Jahr 1814 besiegten die Alliierten Napoleons Truppen.

Im Jahr 1816 kam der Hunsrück zu Preußen und wurde Rheinprovinz. Die Gemeinden Unzenberg und auch Heinzenbach gehörten seitdem zur Amtsbürgermeisterei Ohlweiler.

Im Jahr 1941 wurden nach Auflösung des Amtes Ohlweiler die dazugehörenden Gemeinden außer Unzenberg und Heinzenbach dem Amt Simmern zugeordnet. Unzenberg und Heinzenbach wurden dem Amt Kirchberg zugewiesen. Endgültig eingegliedert wurden beide Gemeinden im August 1941, nachdem das Amt dies beschlossen hatte.
Die Chronik mit dem Titel "Unzenberg im Heimatspiegel" hat 112 Seiten und ist reich bebildert. Folgende Themen werden in der Chronik beschrieben: Vor- und Frühgeschichte, erste urkundliche Erwähnung, Auswanderer, die Eröffnung der Eisenbahnstrecke, Römerfunde, Erläuterung des Ortswappens und der Dorfglocke Unzenberg wird ein Bericht gewidmet. Neben dem Vereinswesen (Turnverein, Feuerwehr , Landfrauen, Hundeverein, Angelverein) wird auch der Umbau des Gemeindehauses beschrieben. Historische Fotos wurden von zahlreichen Familien zur Verfügung gestellt, außerdem enthält das Werk noch zahlreiche weitere Artikel, Bilder und Berichte, die im Vorigen nicht genannt wurden.

Die Chronik "Unzenberg im Heimatspiegel" ist in einer limitierten Auflage von 200 Stück erschienen und kann über die Ortsgemeinde Unzenberg käuflich erworben werden.